Sascha

Sarwürker war ein mittelalterlicher Handwerksberuf der sich der Herstellung von Kettenpanzern widmete. Sarwürker und Plattner (Herstellung von Plattenpanzern) waren in den Zünften der Panzermacher organisiert.

Entwickelt wurde der Kettenpanzer etwa um 200 v.Chr. von den Kelten. Seine weite Verbreitung verdankt er den Wikingern und vor allem Römern.

Der Kettenpanzer bestand aus einem Geflecht kleiner Drahtringe und diente vor allem dem Schutz vor Schnitten durch scharfe Waffen. Aber auch Stiche können bei vernieteten oder verschweißten Ringen wirkungsvoll abgewehrt oder wenigstens stark abgemildert werden. Der unter dem Kettenhemd getragene, mehrlagige Textilrock (Gambeson) bot zusätzlichen Schutz vor Stichen und Hieben (durch Verteilung des Schlagdrucks) und erhöhte den Tragekomfort des Kettenpanzers.

Die Ringe wurden fast ausschließlich aus Eisendraht hergestellt und so miteinander verknüpft, dass jeder Ring mit vier weiteren verbunden ist. Die Öffnung der Ringe wurde dabei je nach Qualität des Drahtes und des Hemdes entweder nur zusammengedrückt, vernietet oder sogar verschweißt.

Ein Kettenhemd mittlerer Größe bestand aus etwa 20.000 bis 30.000 Einzelringen und wog etwa zwischen 12 und 18 kg. Diese Angaben sind jedoch stark abhängig von Material, Draht- und Ringdurchmesser.

Da die Herstellung eines solchen Panzers extrem aufwendig war und sich durchaus über mehrere Jahre erstreckte, erstaunt es nicht, dass sich der Preis für ein gutes Kettenhemd auf den Gegenwert mehrerer Dutzend Rinder belief.

Außer Hemden wurden auch Hauben, Handschuhe und Beinlinge aus Kettengeflecht gefertigt. Kettenhauben, auch Brünne genannt, waren zum Teil als Kapuze gleich mit dem Hemd verbunden oder wurden mit einem Kragen zum Schutze des Halses versehen.

Ich stelle Kettenhemden, -hauben und -handschuhe hauptsächlich aus Ringen von 8mm Innendurchmesser aus 1,8mm starkem Stahldraht her. Ferner verwende ich auch Ringe von 10mm und für Kinderhemden (wegen der Gewichtsersparnis) auch 12mm Durchmesser. Normalerweise verwende ich verzinktes Material, da dieses bei weitem nicht so Pflegebedürftig ist wie normaler Eisendraht und nach einiger Zeit eine schöne, silbergraue Patina bildet. Außerdem verwende ich auf besonderen Wunsch auch Edelstahl.

Um auch den Damen den besonderen Genuss meiner Waren bieten zu können, fertige ich auch Gürtel, Arm- und Halsschmuck sowie angenehm zu tragende Stringtangas, BHs und Bustiers! Diese sind wegen des direkten Hautkontakts natürlich nur aus hochwertigem Edelstahl gefertigt.

Ich hoffe, euch bei einer unserer nächsten Veranstaltungen an meinem bescheidenen Stand begrüßen zu können und mein Handwerk zeigen zu dürfen.